Augen erzählen

Ihren inneren Tod, das Gefühl der Einsamkeit,

des Verlassenseins von Gott und der Welt,

das Streben nach Distanz zu allem und jedem

sah ich in ihren leeren ignoranten Augen.

Das Einzige, was sie erhellte, waren die Sonnenstrahlen,

die an warmen Wintertagen in sie hineinblickten und

den trügerischen Schein von Hoffnung vermittelten.

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Meine_Deine_Welt

Ihr Herz blieb ihr im Hals stecken. Ja, so kitschig, so schmierig wünschte sie, hätte sich es angefühlt. Doch es war trocken. Nichts als trockene Luft, die sie spürte, die ihr die Kehle zuschnürte, sodass ihr Mund offen blieb. Warum war sie so? Doch so emotional einerseits, wie ein fliegender Schmetterling für den ein Wort eines Menschen gleich einer zerstörenden Berührung glich, einem Moment des Fallens. Manchmal wünschte sie sich, sie würde nicht so viel denken und mehr tun, denn in ihrem Innern wusste sie: Einiges konnte man einfach nicht ändern. Das Leben war gut zu ihr, doch besaß sie das Gefühl, eine innere Stimme, die ihr sagte, dass sie jedes Wort doppelt so laut empfand, jede Stille so leise, dass „leise“ sie nicht mehr beschrieb. Als wäre die Welt nicht für sie gedacht. Als wäre sie eine von ihnen, den Einhörnern, Meerjungfrauen oder Waldfeen. Angepasst in ihrem Unangepassten. Unangepasst in ihrem Angepassten. Wie auch immer, das Horn, die Flügel, der Fischschwanz das war ihre Sensibilität, ihre Gefühle. „Ich mag dich.“ Es klang angenehm und eine freundliche Wärme umgab diese Wörter. Es lag ihr auf der Zunge und sie dachte es: „Ich mag dich auch.“ Und so viele andere Gespräche, die sie sich in ihrem Kopf ausgemalt hatte, bevor sie sich trafen. Doch fast keines von ihnen kam zustande. War es nur die Fantasie, die sie mochte? Nein, sie mochte ihn wirklich, doch sie lächelte nur. Er sollte es ihr nicht böse nehmen und auch nicht falsch verstehen, doch sie war eines von ihnen, falls sie sie akzeptierten. Sie konnte nicht anders. Sobald ihr das Horn abfiel, würde sie sich unsicher fühlen, nicht mehr sie selbst sein, so wie alle anderen. Vielleicht war es das, vor dem sie Angst hatte? Vielleicht würde sie einen Weg finden, ihre Flügel/ihr Horn/ihre Flosse zu behalten und ihm zu sagen, dass sie ihn mochte. Sie sagte es ja schon, sie lächelte. Er musste ihr nur vertrauen und sie ihm.

Der Kreislauf des Lebens

Blätter fallen

wenn’s Zeit ist

Blumen verlieren ihren Duft

verblühen

auch wenn sie bewässert werden.

Sie verlieren den Bezug zu Stamm und Stängel

gehen hinaus und münden

in dem Pool der Erde,

wo alle unsere vorigen Blätter

und Blüten beheimatet sind.

Sie sind geerdet

in dem Netz aus

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft,

das wir sind

und immer sein werden.

 

 

 

Die Natur lehrt uns

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Die Natur lehrt uns

Zuerst ist der Winter da, dann der Frühling

Wenn die Blume zu früh blüht, erfriert sie

Wenn das Eis zu früh schmilzt, gehen wir unter

Wenn Bäume Früchte zu früh tragen, gibt es keine Ernte

Doch wir wollen schnell, schnell

Möglichst hintereinander

Produktiv und effizient –

Bis wir uns verrennen

Bis unsere eigenen Blumen erfrieren

Die Natur lehrt uns

Geduld

 

 

The mystery of life

CSC_0124Love is an undeniable reality,

Yet we don’t understand.

Life is an undeniable reality,

Yet we don’t understand.

We seek for truth amidst dust

And still find sunshine.

This is the mystery of life.

Etc.

6. Uhr. Aufstehen. Essen. Zähne putzen.

Uni. Lernen. Lernen. Lernen.

Müde….

19 Uhr.

Du kommst

Gespräche, Lachen, Wein

Cigarettes After Sex

Der Vibe – er ist wieder da – Spürst du ihn auch?

Versinken könnt ich in ihm stundenlang

Eine Flut von Oxytocin überwältigt mich

„nothing’s gooonnaa

Ich wippe mit meinem Kopf lanngsam hiinn und heerr mit

Hurrtt youuu

Noch ein Schlückchen Wein

Baabbyy“

Ach, das Leben ist so schön! Dieser Moment dürfte ewig dauern

Versunken in einem Tanz von Glückshormonen

Du lachst und erzählst von deinem Tag

Stundenlang könnt ich zuhören

Weil du du bist

Danke dafür

Erzähl weiter

Etc.

 

 

 

Der Duft, den ich nachhause nehm‘

Der leichte Duft von Zigaretten, süßem Aftershave und innerer Gelassenheit

Benebelt meine Sinne

Steigt in mir empor, ganz langsam bis ich die Augen schließe,

er ist da und verweilt lange in mir.

Ich atme ihn nur aus, um im nächsten Moment

Ihn ganz zu inhalieren, bis meine Poren ihn verschlossen haben

Und ich ihn mitnehmen kann, nachhause.

 

 

the dilemma of calling yourself an artist

What is an artist? Somehow most of the world has not decided on what art really is – many don’t agree with modern art as they have decided an artist is a genius, someone who is a mastermind – who has created and thought of creating something so magnificent that he/she really is not a normal human, godly-like, a super-intellectual. The art hisorician may laugh here a little as this notion of artist-the genius was not known always known. The Renaissance with Michelangelo and Leonardo da Vinvi only gradually started to develop this notion of the artist as „genius“ thanks to the fact that humans were regarded as magnificent God-shaped creatures. But they still mainly did art on commission as „craftsmen“ do, e.g. for the Medici family and the Vatican. For the middle ages the artist was generally a simple craftsman like a plumber, someone who created something for someone else as he had learned a certain skill, a trade. Even the king’s artists were not allowed to paint what they wanted and to have „aha-moments“ by trial and error- they only were so clever to incorporate their ideas within the allowed royal painting tradition. Velazquez did so, for instance. Hmmm..and nowadays? Is an artist crazy? A free spirit? Someone who lives on the outskirts of society? Literally, because they have no money? Or because they do not agree with society? Is art always expression of feeling? Is it political? Should it be? Is it connected to feeling? Or is it postmodern recreation of the Mona Lisa by graffiti artists, and by Basquiat? Or are even Mona Lisa- memes art? Does it have to be new?

Of course, there is not one answer to this question. Who decides what art is? What an artist really is? Is it because of them or because of what they create? These two questions are highly intertwined if we,for example, look at Marina Abramovic, who decides her own body to be art or at Atticus, the famous instapoet remaining anonymous.

I think that art is what cannot otherwise be  expressed. We write because our body is not sufficient to express, we paint because only our words are not sufficient to express our feelings when looking at the earth, at our beloved. etc. However, if you think about it, the question is also: Who can call themselves an artist? Am I an artist if I create something based on my own ideas, even only occasionally on this blog? Isn’t it pretentious to say so? Are only the so-called visual artists „real artists“? Doesn’t someone else decides if I am or not? Do I create this narrative? Are only Da Vinci, Frida Kahlo, Max Ernst and all the big names big artists? In my mind, I am not even allowed to be called as them – is the word artist a spectrum or is it not and not allowed to be? If you start making money of it, is then your craft your art? Or does it stop to be art because of monetary gain? Could all these questions be expressed through art? Do I have to provoke to be an artist or do I have to be nice? In the spotlight or the shadow? Let the work speak for itself or be part of it?

Or maybe, just not think about it, and call it „my stuff“, „my poems“, „my writing“ etc.? Maybe art is a feeling in every cell of yourself that you were meant do it? Maybe art is the only way you can cope with this world? Maybe it is necessary? Maybe it is happiness? Maybe beauty out of pain more real than reality? And would be art even without this word, „art“, even without words, if words would not exist? And you see, I am struggling here – only art could express what I mean and feel. Art can save us from struggling. Art. Created by an artist.

  Mona Lisa, Leonardo da Vinci, 1503-06

 Pietá, Michelangelo, 1498-1500

Sources (photographs): Pixabay (Jack78)

Das wollte ich dir nur sagen

Ich hatte Angst

Angst vor meinen Gefühlen

Meinem Weinen, Schluchzen, Heulen, Seufzen, Jammern

Ins Unendliche

Ohne Pause Stopp Komma Rufzeichen Fragezeichen Bindestrich

Gefangen in der Zirkulation

Angst: Alpha und Omega

No Exit aus dem Sog der Traurigkeit

Mit einem Schritt nach vorne

Mit einem Schritt mehr

Dem Glück entfernt

Der Illusion?

Inmitten die Kraft des Leides den Sog der Erkenntnis antreibend

SCHREIEND

nach Freiheit

 

Ich hatte Angst und lasse und ließ sie zu

Das wollte ich dir nur sagen